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Bühnenbild und Kostümbild
set + costumes    
für Performance, Tanz und Theater
and others





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The Ocean is closed
Cassandra has turned I
Cassandra has turned II
Creation (Pictures for Dorian)
What they want to hear
Stripp
La Fille
Memori
Harrende Räume und trotzende Menschen
Baracke und Blumenwalzer
Der Block
Im toten Winkel I 
Western Society
Affinity
Zeiten II
The Lion and the Dragon
The Nearest Exit
Wurm und Kalb
Be Johanna
Rapunzel 
Menschen + Orte
Turandot 
High
Fräulein Julie
Gegenwart der Ängste 
Premiere︎ 22. Juni 2018, Kammer1, Münchner Kammerspiele


︎ Münchner Kammerspiele

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TITLE
WHAT THEY WANT TO HEAR
︎ Kostüme

VON LOLA ARIAS IN ZUSAMMENARBEIT MIT RAAED AL KOUR.
MIT DEM OPEN BORDER ENSEMBLE.

Du fliehst aus dem einen und landest in einem anderen Land. Wenn Du dort ankommst, hast Du keinen Pass, keine Fotos, keine Papiere, keine wie auch immer gearteten Dokumente, die beweisen würden, wer Du bist und wieso Du geflohen bist. Du hast nur Deinen Körper und eine Geschichte.

Die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 stellt fest, dass jede Person, die in ihrem Land verfolgt wird, das Recht auf Asyl hat. Der wichtigste Teil des Asylverfahrens ist ein Interview, das ein/e Staatsbedienstete/r, ein/e ÜbersetzerIn und der/die AntragstellerIn hinter verschlossenen Türen führen. Die Glaubwürdigkeit des/r AntragsstellerIn wird anhand seiner/ihrer Worte nd Gesten beurteilt und jedes Wort wird schriftlich festgehalten, wie ein kleines Kammerspiel.

Wie sagst Du, was sie hören wollen? Welche Gesten, Pausen oder Gefühle werden Dein Schicksal bestimmen? Wie erzählst Du jemandem eine glaubwürdige Geschichte, der/die Dein Land nur von Google Maps her kennt?

„What They Want to Hear“ basiert auf der Geschichte eines syrischen Mannes, der seit vier Jahren ohne irgendeinen Status in den Fängen der Bürokratie feststeckt. Es ist ein Projekt, das in einer Zeit sich schließender Grenzen aus der Zusammenarbeit von syrischen und deutschen SchauspielerInnen, AktivistInnen und Geflüchteten entsteht.

Auf Deutsch, Arabisch und Englisch, mit Übertitelung. 


Mit: Hassan Akkouch, Raaed Al Kour, Jamal Choucair, Kinan Hmeidan, Kamel Najma und Michaela Steiger

Inszenierung: Lola Arias
Bühne: Dominic Huber
Kostüme: Lena Mody
Video: Mikko Gaestel
Musik: Jens Friebe
Licht: Charlotte Marr
Stagehand: Sajad Hosayni
Dramaturgie: Katinka Deecke, Krystel Khoury


Mit fachlicher Unterstützung von Refugio München, Beratungs- und Behandlungszentrum für traumatisierte Menschen mit Fluchterfahrung.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. 




F ︎ Thomas Aurin 



Pressestimmen
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„Und ja: Man kann mit solchen Geschichten auch anders in Berührung kommen, und doch sei "What I Want to Hear" [sic!] unbedingt jeder Münchner Schulklasse empfohlen. Den bayerischen Ministerpräsidenten und seinen Vorgänger dagegen sollte man dauerverpflichten und gar nicht mehr rauslassen aus dem Theater. Damit wären auch gleich viele Probleme auf einmal gelöst.“
Sabine Leucht, nachtkritik.de


„Lola Arias ist international bekannt für den sehr respektvollen Zugriff ihres Dokumentartheaters auf Menschen und ihre Schicksale, die immer auch für etwas Größeres stehen. Und so wirft sie auch jetzt wieder mit „What they want to hear“ ein behutsames Schlaglicht auf Menschenleben, diesmal auf jene, die zu Spielbällen bürokratischer Verfahren werden. Dabei lässt sie auch noch die Geschichten einiger anderer ihrer Darsteller aufscheinen, seien es solche aus dem Ensemble der Münchner Kammerspiele oder auch jene aus dem Open Border Ensemble, das aus syrischen Schauspielern besteht, die auf Einladung der Kammerspiele seit Kurzem für ein Jahr mit Arbeitsvisa in München auf der Bühne stehen. Und so zeigt sich "What they want to hear" als eindringlicher und ruhiger, theatraler Kommentar zur gerade jetzt wieder hochgepeitschten Flüchtlingsdebatte.“
Sven Ricklefs, deutschlandfunk.de


„Es darf gelacht werden. Denn gelegentlich ist dieser Abend überraschend komisch, obwohl es um ein trauriges Thema geht in der letzten Kammerspiel–Premiere der Saison. Nämlich um Flüchtlingsschicksale und die automatische Verwandlung hilfsbedürftiger Menschen in Verfügungsmasse der Verwaltung. […] Lola Arias hütet sich aber vor wohlfeilen Schuldzuweisungen. Sie will hier keine im Prinzip ja sinnvolle Verwaltung als böse Bürokratie denunzieren, so als wäre die ein moralisches Subjekt. Vielmehr zeigt die argentinische Theatermacherin, wie aus der Begegnung von Bürokratie und leidendem Individuum notwendig Inhumanität entstehen muss. Begeisterter Jubel.“
Alexander Altmann, Münchner Merkur






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